Berichte 2023
Bayerischer Vizetitel beim internationalen 5-Kampf in Aichach
Der Internationale 5-Kampf in Aichach war das Highlight des Jahres für die Männer des SVU. Für den 5-Kampf wurde die letzten Monate nicht nur gezielt für die Technik Disziplinen Speer und Diskus trainiert, sondern auch für den Lauf über 1500m sowie den Sprint über 200m und Weitsprung.
Das besondere bei der Veranstaltung war, dass mit dem 5-Kampf nicht nur die schwäbischen Meisterschaften in der Altersklasse der Männer, bei der alle sechs Untermeitinger teil nahmen, stattfanden, sondern auch die Bayerischen Senioren Meisterschaften, bei denen Philipp Pfänder, Philipp Ramjoué, Marcus Tarnowski und Dominik Fröhlich in der Altersklasse M30 an den Start gingen.
Der Wettkampf begann mit dem Weitsprung.
Philipp Pfänder eröffnete für den SV Untermeitingen. Im ersten Versuch, sprang er 4,69m und blieb damit hinter seinen Erwartungen zurück. Im zweiten Versuch konnte er sich aber um fast 20cm steigern und machte einen Satz auf seinen weitesten Versuch mit 4,87m.
Philipp Ramjoué sprang im ersten Versuch 4,97m und kam damit dem Ziel über 5m zu springen schon sehr nahe. Mit 4,93m und 4,88m hatte er nochmal zwei ähnlich gute Sprünge, konnte die Weite aus dem ersten Versuch aber nicht mehr verbessern.
Dominik, der seinen Anlauf beim Einspringen erst noch finden musste, konnte mit einer Serie von 4,43m 4,42m und 4,48m drei konstante Sprünge abliefern. Dominik entschied sich erst vor Ort den 5-Kampf mit durch zu ziehen. Denn bei der Veranstaltung wurden zusätzlich die 400m und 1500m als Kreismeisterschaften angeboten. Da Dominik die letzten beiden Monate an so gut wie keinem Techniktraining teilnehmen konnte, war er für diese Disziplinen ebenfalls gemeldet.
Marcus bei dem sich bereites beim Einspringen die Verletzung an der Patella-Sehne bemerktbar machte, blieb mit 4,89m im ersten Versuch hinter seinen Erwartungen zurück. So wollte er trotz zunehmender Schmerzen im Knie einen zweiten Versuch wagen, der mit 4,67m aber nicht belohnt wurde. Im letzten Versuch wurde der Anlauf kurzer Hand umgestellt, so dass das rechte Bein zum Sprungbein wurde. Dieser Versuch blieb jedoch ungültig.
Philip Mosler, der auch erst am Wochenende vor dem Wettkampf sein erstes Weitsprungtraining seit seiner Rückkehr absolvierte, sprang im ersten Versuch 4,75. Diese Weite konnte er im zweiten Versuch auf 5,02m verbessern und war damit der beste Untermeitinger Weitspringer.
Johannes began im ersten Versuch mit 4,42m, bei dem er ein gutes Stück vor dem Brett absprang. Diese Weite sollte in den beiden folgenden versuchen unbedingt verbessert werden. Leider übertrat er in Versuch 2 und 3, so dass der Sicherheitssprung aus dem ersten Versuch der Beste blieb.
Die zweite Disziplin war das Speerwerfen.
Hier war erneut Philipp Pfänder als erster Untermeitinger am Zuge. Mit dem Ziel seine Saisonbestweite von Friedberg mit 34,59m zu verbessern, ging er in den Wettbewerb. Im letzten Versuch, unter voller Konzentration erwischte Philipp einen super Abwurfpunkt und manövrierte den Speer sogar auf über 35m. Mit 35,55m hatte Philipp seiner Tagesziel im Speerwurf erreicht und war mit dem Ergebnis sehr zufrieden.
Marcus, der weiter mit seiner Patella-Sehne zu kämpfen hatte, musste den Wettkampf mit einem Standwurf beginnen. Mit 28,46m hatte er einen guten ersten Versuch und sichere Punkte für die Mehrkampf-Wertung. Im dritten Versuch und mit kurzem Anlauf, gelang ihm noch ein Wurf auf 31,03m. Mit dieser Weite erreichte er noch einen für ihn versöhnlichen Abschluss.
Dominik, das Läufer-Ass der Truppe, musste nun an eine für ihn eher unbeliebte Disziplin ran. Doch gleich im ersten Versuch gelang ihm ein wunderschöner Wurf auf 23,30m. Mit 22,09m gelang es ihm, einen zweiten vergleichbaren Wurf abzuliefern und die Weite zu bestätigen. Diese Würfe zeigten, dass selbst das wenige Wurftraining nochmal angeschlagen hatte.
Bei Philipp Ramjoué kam der Speerwerfen beim ersten Versuch mit der hinteren Hälfte zuerst auf. Dadruch war der Wurf ungültig. Auch im zweiten Versuch wurde erneut die rote Flagge gehoben. Die Nerven von Coach Michi May wurden langsam ziemlich beansprucht. Im dritten und letzten Versuch musste nun ein gültiger Versuch her, um im Rennen zu bleiben und wichtige Punkte für die Mehrkampfwertung zu sammeln. Beim dritten Versuch verfolgten alle Untermeitinger Augen gespannt die Flugbahn des Speeres. Beim Absinken gelang es diesmal, dass sich die Speerspitze mit sank und zuerst den Boden berührte: gültiger Versuch und mit 26,25m ein zufriedenstellender Abschluß.
Philip Mosler, der als bester Werfer in den Untermeitinger Reihen zählt, konnte den Speer im ersten Versuch auf seine beste Weite von 36,13m werfen. Damit blieb er hinter seinem vorgenommen Ziel von 40m, dennoch konnte er auch die zweite Disziplin als bester Untermeitinger abschließen.
Johannes, der, wie sein Bruder, in dieser Saison bereites Speer in einem offiziellen Wettbewerb geworfen hatte, ging ebenfalls mit dem Ziel an den Start seine bisherige Bestweite von 27,66m zu überbieten. Im letzten Versuch konnte Johannes seine Tagesbestweite mit 24,91m erreichen, blieb dabei aber hinter seinem Ziel.
Als nächstes Stand der 200m Sprint auf dem Programm.
Gleich im ersten Zeitlauf standen Dominik und Marcus in den Startblöcken. Für letzteren viel nun die Entscheidung, den Wettkampf verletzungsbedingt abzubrechen oder weiter zu machen. Gezogen vom Schwabmünchner Sebastian Randelzhofer sprinteten die beiden durch und belegten Platz zwei 27,23s (Marcus) und drei 27,79s (Dominik) in diesem Zeitlauf.
Im zweiten Zeitlauf startete Philipp Ramjoué der sich in einem starken Lauf mit 26,34s nicht nur einen der Spitzenplätze sicherte, sondern auch schnellster Untermeitinger war.
Im dritten Lauf waren die Untermeitinger durch Philipp Pfänder vertreten. Der sich ebenfalls ein enges Finale lieferte und mit 26,59s ins Ziel kam.
Im abschließenden vierten Lauf starteten Johannes, der mit 28,66s und Philip M. mit 27,41s die Ziellinie erreichten.
Anschließend folgte die zweite Wurfdisziplin: das Diskuswerfen.
Marcus eröffnete als erster Untermeitinger die Disziplin. Als ob die Nerven von Coach Michi vom Speer noch nicht strapaziert genug waren, zeigte Marcus in den ersten beiden Versuchen schöne Wurfe, jedoch landeten beide außerhalb des Sektors und waren damit ungültig. Im dritten Versuch musste es nun klappen. Mit einem sehr vorsichtigen und kontrollierten Wurf, landete der Diskus im dritten Versuch nun innerhalb des Sektors. Mit 20,59m konnte er sich so noch wichtige Punkte sichern.
Dominik der nun zur zweiten unbeliebten Wurfdisziplin kam, konnte den Diskus im zweiten Versuch auf seine Tagesbestweite von 15,85m werfen.
Philipp Ramjoué konnte im ersten Versuch gleich die 20m-Marke knacken und erreichte eine Weite von 20,79m. Im zweiten Versuch konnte er sich mit 21,72 auch noch einmal verbessern.
Philipp Pfänder der nach Dachau mit einem Wurf über 25,17m mit gestärkten Rücken in den Ring ging, konnte gleich im ersten Versuch seine Zielmarke von 25m knacken und warf sogar weiter als in Dachau. 25,69m standen auf Philipps Konto.
Auch Johannes der bei der Generalprobe in Dachau bereites 23,28m warf, ging mit dem Ziel in den Ring, diese Weite zu verbessern. Im zweiten Versuch gelang ihm ein sehr guter Wurf. Die Scheibe landete bei 23,72m, womit er sein Ziel erreichte.
Philip Mosler konnte auch im Diskus seine Wurfstärke demonstrieren. Gleich im ersten Versuch standen 25,98m auf der Anzeige. Im dritten Versuch konnte er nochmal einen drauf setzen und erreichte eine Weite von 26,66m. Damit war er auch in dieser Disziplin der beste Untermeitinger.
Als Finale stand nun noch der 1500m Lauf an.
Hier konnte sich Dominik als schnellster Untermeitinger nochmal einige Punkte sichern und erreichte in 4:54,31 das Ziel.
Dahinter konnte sich in einem Drei-Mann-Schlusspurt Triell Philipp Ramjoué (5:09,57) durchsetzen, dicht gefolgt von Marcus (5:10,57) vor dem Aichacher Raphael Gutmann.
Johannes Pfänder kam als vierter Untermeitinger mit einer Zeit von 05:21,87 ins Ziel. Mit dieser Zeit unterbot er das Ergebnis aus Dachau um 19 Sekunden.
Genauso verbesserte sich Philipp Pfänder um 23 Sekunden im Vergleich zu Dachau und erreichte die Ziellinie in 5:41,13 min. Damit konnte er seine konstant starke Form auch in der letzten Disziplin bestätigen.
Philip Mosler, der bis dato beste Untermeitinger, komplettierte das Sextet in einer Zeit von 6:28,42min
Die Ergebnisse der Untermeitinger bei der Schwäbischen Meisterschaft:
9. Philipp Pfänder 1940 Punkte
10. Philipp Ramjoué 1932 Punkte
12. Marcus Tarnowski 1889 Punkte
13. Philip Mosler 1749 Punkte
14. Dominik Fröhlich 1672 Punkte
15. Johannes Pfänder 1620 Punkte
Mannschaftswertung:
2. SV Untermeitingen 1 5761 Punkte
4. SV Untermeitingen 2 5041 Punkte![]() |
Die SVU 5-Kämpfer mit Coach Michael May |
Die Ergebnisse der Untermeitinger bei den Bayerischen Meisterschaften:
5. Philipp Pfänder 1940 Punkte
6. Philipp Ramjoué 1932 Punkte
8. Marcus Tarnowski 1889 Punkte
9. Dominik Fröhlich 1672 Punkte
Mannschaftswertung:
2. SV Untermeitingen 5761 Punkte
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Die bayerischen Vizemeister in der Seniorenmannschaft |